Projekt Bergwiese
Het kleinschalige project is een stuk land van 0,5 hectare achter TopLokatie Sauerland. Het project bevordert het herstel en de beleving van een soortenrijke bergweide. Bergweiden worden bedreigd door vroegtijdig maaien, verhoogde maaifrequentie en verhoogde bemesting en - in het geval van natte weiden - door ontwatering. Door een minder intensief gebruik willen wij onze bergweide herstellen. Op soortenrijke bergweiden zijn soms wel 40 tot 50 verschillende weideplanten te vinden. Ons doel is dat door extensief beheer karakteristieke bergweide planten zoals de Bosooievaarsbek, Zwartblauwe rapunzel, Goudhaver en de zachtharige Pippau weer terugkomen. En ook dat vlindersoorten als de dukaatvlinder en de rode vuurvlinder midden in de zomer weer fladderen over onze bergweide. Het project wordt ondersteund door Netzwerk Blühende Landschaft.
Bei dem Projekt handelt es sich um ein 0,5 Hektar großes Grundstück hinter TopLokatie Sauerland auf dem langgestreckten Rücken der Winterberger Hochfläche. Das Projekt fördert die Wiederherstellung und das Erleben einer artenreichen Bergwiese. Artenreiche Bergwiesen waren früher eine Selbstverständlichkeit im Hochsauerland. Wie nebenbei entstanden sie durch die Landwirtschaft überall dort, wo man Heu machte. Die artenreichen Bergwiesen sind durch frühe Mahd, Erhöhung der Schnittfrequenz und erhöhte Düngung sowie - bei Nasswiesen - durch Entwässerung gefährdet. Die Erhaltung der artenreichen Bergwiesen wird nur durch die Beibehaltung der traditionellen extensiven Nutzung ermöglicht. Auf artenreichen Bergwiesen findet man manchmal 40 bis 50 verschiedene Wiesenpflanzen. Unser Ziel ist das auf unsere Bergwiese, durch eine extensive Bewirtschaftung, charakteristische Pflanzen wie der Wald-Storchschnabel, Schwarze Teufelskralle, Wiesen-Goldhafer und der Weichhaariger Pippau zurück kommen. Und auch, das Schmetterlingsarten wie der Dukatenfalter und der Lilagold- Feuerfalter mitten im Sommer wieder über unsere Bergwiese flattern. Das Projekt wird vom Netzwerk Blühende Landschaft unterstützt.
Durch die Kombination von Mulchen (Belassen des Grasschnitts) und heimischem Saatgut versprechen wir uns eine optimale Grundlage für eine vielfältige und standortgerechte Pflanzen- und Kräutergemeinschaft. In diesem Jahr wird ein Testfeld angelegt, auf dem die Qualität und Keimfähigkeit der verschiedenen Samen untersucht wird.
Erwartete Ergebnisse
Kurzfristig (1-2 Jahre): Erfolgreiche Keimung und Etablierung der ausgebrachten Arten.
Mittelfristig (3-5 Jahre): Entwicklung einer stabilen Pflanzen- und Kräutergemeinschaft mit zunehmender Strukturvielfalt.
Geplante Arbeitsschritte
1. Mulcharbeiten
Mulchen: Den Boden Belassen des Grasschnitts.
Zweck: Verbessert die Bodenstruktur und führt dem Boden Nährstoffe zu.
2. Fräsarbeiten
Fräsen: Auflockern und Vermischen des Bodens.
Zweck: Auflockerung des Bodens zur optimalen Saatbettvorbereitung.
3. Aussaat
Saatgut: Gebietseigenes, zertifiziertes Saatgut wird aufgebracht.
Zweck: Das Saatgut entspricht den regionalen ökologischen Anforderungen und unterstützt die heimische Biodiversität.
Bildungsprogramm (in Entwicklung)
Modul 1: Pflanzenarten der Bergwiese und ihre Erkennungsmerkmale
Die Bergwiese ist ein Mosaik aus Dutzenden von Pflanzenarten, jede mit ihrer eigenen Erkennungsmerkmalen. In diesem Modul lernen die Teilnehmer, die Arten unserer Wiese zu erkennen und zu benennen.
Schwerpunkte: Wir stellen Leitarten wie den Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum) mit seinen violett-blauen Blüten, die Schwarze Teufelskralle (Phyteuma nigrum) mit ihren dunklen Ähren, den Wiesen-Goldhafer (Trisetum flavescens) als typisches Bergwiesengras sowie den Weichhaarigen Pippau (Crepis mollis) vor.
Methoden: Geführte Exkursion auf der Bergwiese, Bestimmungsübungen mit Lupe und Feldführer, saisonaler Vergleich (Frühsommer vs. Hochsommer).
Modul 2: Verwendung von Heilkräutern und Wildpflanzen
Die Bergwiese war für die Landbevölkerung des Sauerlandes nie nur Futterlieferant – sie war auch Apotheke und Küche. Dieses Modul verbindet botanisches Wissen mit traditionellem Erfahrungswissen.
Schwerpunkte: Vorgestellt werden Heilpflanzen der Bergwiese wie Schafgarbe (Achillea millefolium), Wiesen-Salbei (Salvia pratensis), Johanniskraut (Hypericum perforatum) und Spitzwegerich (Plantago lanceolata) mit ihren traditionellen und modernen Anwendungen. Wir zeigen, welche Wildpflanzen essbar sind und wie sie in der Küche verwendet werden.
Methoden: Kräuterführung mit Verkostung, Zubereitung eines Wildkräutertees, Anlegen eines persönlichen Kräuterhefts.
Modul 3: Lebensräume für Bienen, Schmetterlinge, Vögel und kleine Säugetiere
Eine artenreiche Bergwiese ist kein isolierter Pflanzenstandort – sie ist ein lebendiges Ökosystem, das zahllosen Tieren als Lebensraum, Nahrungsquelle und Brutplatz dient.
Schwerpunkte: Wir zeigen, welche Schmetterlingsarten wie der Dukatenfalter (Lycaena virgaureae) und der Lilagold-Feuerfalter (Lycaena hippothoe) auf die Wiese angewiesen sind und welche Wirtspflanzen sie benötigen. Wildbienen-arten und ihre Nistgewohnheiten werden ebenso vorgestellt wie die Bedeutung der Wiese für z.B. Wiesenvögel.
Methoden: Beobachtungspost auf der Wiese, Fotofallenauswertung, geführte Abendexkursion.
Nicht gegen alles ist ein Kraut gewachsen. Dennoch bietet die Phytotherapie vielfältige Möglichkeiten, unterschiedliche Erkrankungen zu behandeln oder zu lindern. Wildkräuter enthalten einen ausgesprochen hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen. Die Kleiner Pflanzenführer soll Lust wecken, Pfanzen zu entdecken und mit ihnen zu experimentieren. Laden Sie sich den Kleiner Pflanzenführer über Wildkräuter und Heilpflanzen im Sauerland herunter. Download de kleine plantengids over wilde kruiden en geneeskrachtige planten in het Sauerland (Duits).